AKTUELLE BEITRÄGE

SD Croatia Berlin – BFC Dynamo (0-3)

Cevapcici
Cevapcici

26. März 2017

 

 

Deutschland

Berlin-Pokal Halbfinale

 

 

Stadion: Dominicus Sportplatz

Zuschauer: 1.000 (geschätzt)

Herrlicher Sonnenschein, Länderspielpause – das schreit ja förmlich nach dem Besuch eines schönen Amateurkicks.

 

Im Halbfinale des Berliner Landespokals empfing SD Croatia den BFC Dynamo. Das Spiel fand auf dem Domenicus Sportplatz in Schöneberg statt, da die eigentliche Spielstätte von Croatia momentan gesperrt ist und der eigentliche Ausweichsportplatz nicht den Sicherheitsvorschriften entsprach. Also kein wirklicher Heimvorteil für den Underdog aus der Berlin-Liga.

 

Die zehn Euro Eintritt (keine Ermäßigung) ließen mich kurz schlucken. Aber gut, beim Spiel des Jahres soll ja auch was bei rumkommen.

Das Highlight wartete am anderen Ende des Sportplatz und war schon aus der Ferne durch große, graue Rauchwolken zu erkennen: Cevapcici vom Grill! Dazu frischer Ajvar und rohe Zwiebeln. So kam tatsächlich Balkan-Stimmung auf.

 

Der Anpfiff war kaum verhallt, da ertönte schon wieder der Pfiff. Rote Karte für den BFC, die sich beim ersten Angriff von Croatia nur mit einer Notbremse zu helfen wussten. In der Folge war das Spiel dann recht ausgeglichen, jedoch ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten.

 

Kurz vor der Halbzeit wieder ein Pfiff, wieder eine rote Karte. Dieses Mal für Croatia, die zweite Gelbe Karte, irgendwie vermeidbar und ärgerlich für den Gastgeber. Doch es kam noch ärgerlicher: Mit dem letzten Angriff und einem platzierten Distanzschuss ging der BFC in Führung.

 

In der zweiten Halbzeit war dann der Klassenunterschied zu erkennen. Croatia spielte zwar gut mit, konnte aber kaum eigene Chancen erspielen. Ein satter Volleyschuss zum 2:0 und ein Abstauber nach Torwartfehler zum 3:0, bescherten dem BFC den Finaleinzug.

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Altona 93 – SV Halstenbek-Rellingen (3-1)

19. Feb 2017

 

 

Deutschland

Oberliga Hamburg

 

 

Stadion: Adolf-Jäger-Kampfbahn

Zuschauer: 492

Ein kalter, nasser Wind treibt mich von der Bushaltestelle zur nahegelegenen Adolf Jäger Kampfbahn. Es ist Sonntag, kurz vor zwei, die Augen noch so klein wie das Kassenhäuschen am Eingang. Obwohl gleich angepfiffen wird stehen noch zahlreiche Frauen und Männer an den Stehtischen neben dem Einlass und kippen entspannt den letzten Schluck Bier zwischen Nase und Kinn.

 

 

Jetzt dann aber doch schnell rein, 4 Euro ermäßigt für den Steher – fair, schließlich ist das Stadion in der Liste der nostalgischen Sportplatzliebhaber weit oben angesiedelt. Das Stadion wurde im Jahr 1908 eröffnet. Seitdem hat sich augenscheinlich nicht viel getan. Deshalb soll nun via Crowdfunding Geld für ein neues Vereinshaus gesammelt werden. Schon 2008 wurde das Stadion verkauft, jedoch muss die Stadt dem Verein erst ein neues Baugrundstück zusichern, ehe die finanziellen Mittel abgerufen werden können. Deshalb: Genießen solange das altehrwürdige Stadion noch steht. Hier gibt es Fußball in entspannter Atmosphäre, guter Musik und guten Bierpreisen.

 

Adolf-Jäger-Kampfbahn
Adolf-Jäger-Kampfbahn

Vor der Partie gab es eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Werner Erb, der in den Fünfzigern über 100 Tore für Altona erzielte.

 

Das Spiel war dann eben Oberliga. Altona ging früh in Führung (10. Minute), erhielt 10 Minuten später per Elfmeter den Ausgleich. Lange Zeit passierte dann nichts, ehe in der 74. und 84. Minute die Tore zum 3-1 Heimsieg fielen.

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Dynamo Dresden – 1. FC Union Berlin (0-0)

05. Feb 2017

 

 

Deutschland

2. Liga

 

 

Stadion: DDV-Stadion

Zuschauer: 30.153

Ein Spiel, das gemessen an seiner Attraktivität sicher nicht den oberen Tabellenplätzen zugeordnet werden kann. Schade, bei Vier gegen Fünf hatte ich schon etwas mehr erwartet.

 

Für mich ging es heute das erste Mal nach Dresden. Also nutzte ich die Zeit und schlenderte zunächst gemütlich durch die Altstadt. Nach dem Touri-Programm rutschte ich dann weiter in Richtung Stadion. Das Wetter war echt ungemütlich, die Gehwege entweder spiegelglatt oder matschig.

 

 

Im Stadion hatte ich dann das Gefühl, doch schon mal da gewesen zu sein. Ich habe es nicht überprüft, aber das Teil sieht doch wirklich 1-1 so aus wie Aachens neuer Tivoli.

 

Notiz an mich: Wenn du dir das nächste Mal einen Platz in der ersten Reihe holst, Check davor die Fangnetz- und Pfostensituation. Na gut, der Platz war ähnlich mager wie das Spiel. Union in der ersten Halbzeit bissiger und mit frühem Pressing, Dynamo dagegen mit zahlreichen, sehr einfachen, Fehlpässen im Aufbauspiel. Mitte der zweiten Halbzeit dann etwas mehr Räume und Chancen für beide Teams - jedoch ohne Erfolg.

 

So blieb den Heimfans gar nichts anderes übrig, als hemmungslos zu pöbeln. "Eure Eltern gehen zum BFC" - vermutlich ein alter Hut für die Unioner. Die "Magdeburger Jungs", wo auch immer die gewesen sein sollten, wurden melodisch aufgefordert Bier zu holen (was komischerweise nicht geschah). Auch wurde nach etwa 20 Minuten die Frage aufgeworfen, "was die eigentlich im Training machen". Es war dann also doch unterhaltsam.

 

Gerne hätte ich das Stadionbier und die Wurst getestet, aber diese Paycards sind mir einfach zuwider. Wenn man dann noch zwei Euro für das Plastikding zahlen muss, ohne es zurück zu bekommen, Hungerstreik!

 

Die Union Fans hatten ihre Stimmbänder offenbar mit einigen lecker Pils geölt, gerade beim Aufwärmen und zu Beginn des Spiels schallte es schon sehr laut aus dem Gästeblock. Der K-Block auf der Gegenseite, wie erwartet, in einigen Momenten ebenfalls stark. Über das gesamte Spiel hatte ich mir etwas mehr erhofft, was sicher aber auch am Spiel lag.

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01.02.2012 - Never forget the 74

Vor fünf Jahren ereignete sich in Port Said eine der größten Tragödien in der Fußballgeschichte: Nach dem Spiel zwischen Al-Masry und dem Kairoer Klub Al Ahly kam es zu unvorstellbaren Szenen – 74 Menschen verloren ihr Leben.

 

Noch heute sind viele Fragen ungeklärt. Einen Bericht darüber zu verfassen wäre lediglich ein Abschreiben aus den wenig vorhandenen Texten darüber. Deshalb habe ich unten einige, meiner Ansicht nach gut recherchierte Texte, aufgeführt.

 

Fest steht – 74 Menschen, die Ultras von Al Ahly, verloren ihr Leben bei diesem Fußballspiel.

Sie wurden auf schreckliche Art und Weise ermordet oder starben in der Panik und dem Gedränge an einem verschlossenen Einlasstor.

 

Never forget the 74!

 

Quelle: www.nordtribuene.org
Quelle: www.nordtribuene.org
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Football Leaks - Neue Enthüllungen

Football Leaks: Für die einen sind sie Helden, für die anderen Diebe, Gauner und Verräter. Seit 2015 veröffentlicht die Enthüllungsplattform Inhalte aus Verträgen und E-Mails - Dokumente die nie an die Öffentlichkeit gelangen sollten. Aus den portionsweisen Veröffentlichungen wurde nun ein 5-Sterne Menü.

 

Die Aktivisten rund um Football Leaks entschieden sich dazu, SPIEGEL-Redakteur Rafael Buschmann die geheimen Datensätze zu überlassen. 1,9 Terabyte, rund 18,6 Mio. Dokumente. Der SPIEGEL installierte ein eigenes Recherche-Team und teilte die Daten mit dem Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations (EIC).

 

Das erste Tor fiel bereits: In der Ausgabe vom 3.12.16 deckte der SPIEGEL Christiano Ronaldos und José Mourinhos Methoden auf, um möglichst wenig ihrer Einnahmen versteuern zu müssen. Ein Geflecht mit Firmen in Irland und Briefkastenfirmen auf den Bristish Virgin Islands. Auch Mesut Özil wurde unter die Lupe genommen. Ob legal oder illegal werden die Finanzbehörden entscheiden - die Frage nach der Moral kann jedoch jeder selbst beantworten.

 

Wichtig ist, dass es durch solche Enthüllungen überhaupt erst möglich wird, sich ein eigenes Urteil über die Stars zu bilden. Auf dem Platz und in der Werbung, wirken sie makellos. Man jubelt ihnen zu, kauft sich deren Trikots, Schuhe, Duschgel oder Unterhose (wem es gefällt...). Und im nächsten Moment fliegen die Einnahmen über deinen Kopf hinweg ab in die Südsee. Es ist unbegreiflich, das jemand der Geld für hunderte von sorglosen Leben verdient, den Hals scheinbar nicht voll bekommt. Es ist ein verlogenes und mieses Spiel, das die Stars, vermeintliche Vorbilder, abliefern.

 

Deshalb: Danke an das SPIEGEL-Team und seine Partner. In Spanien droht bereits der erste Ermittlungsrichter mit einer einstweiligen Verfügung, sollte die Zeitung "El Mundo" die Veröffentlichungen fortsetzen. Dem Chefredakteur wurden sogar fünf Jahre Haft angedroht.

Lasst Euch nicht entmutigen. Es wäre sicherlich bequemer, ohne kritisches Hinterfragen über die Welt des Fußballs zu berichten. Doch damit wäre den Fans nicht geholfen - wir haben ein Recht darauf zu erfahren, welches Spiel außerhalb der Stadien gespielt wird.

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